Jugendregatta 25.09.2021

Am letzten Sonntag im September begeht die Jugendgruppe des TTYC ihren Saisonabschluss. Seit langem mal wieder mit einer Regatta: Zwei sonnige Wettfahrten vor Kaltenbrunn.

„420er, Halsen! HALSEN! Und dann ENG um die Tonne rum!“ „Matthias, abfallen!! Wenn Du jetzt abfällst, machst Du einen Nullstart! Mach!“

Was für ein Betreuungsschlüssel: vier Trainer, gleichzeitig Starter und Schiedsrichter, kurven um neun Segler herum – und rufen Kommandos. Klaus, mit Bernd im Motorboot, coacht mit Verve und Geduld, bringt noch das uneinsichtigste Boot nach der Leetonne zurück auf den Amwindkurs. Simon und Johannes im Elektro-Ruder-Startboot brüllen die Segler förmlich über die Startlinie.

Neun Segler in sechs Booten – Zugvogel, 420er, Teeny, Laser – segeln am 25. September 2021 ihre erste Regatta. Bei schönster Herbstsonne und angenehmer Kaltenbrunn-Brise von Nord bis Nordost.
Schließlich hatte Jugendwart Simon Weiß zu Beginn der Saison das Ziel ausgegeben: „Heuer muss mal Regatta gesegelt werden. Zumindest ein oder zwei Boote der Jugendgruppe sollten bei der Vereinsmeisterschaft mitsegeln.“
Weil daraus dann doch nichts wurde, beschlossen die Trainer, eine interne Abschlussregatta auszurichten. Und die wurde, vor allem dank des beherzten Eingreifens von Klaus Wilfert, ein geradezu professionelles Rennen. Mit richtigen, verankerten Tonnen, die – im Gegensatz zu den üblichen Schwimmstangen – nur manchmal (aufgrund der zu kurzen Leinenlänge) abtrieben. Mit zwei Wettfahrten und einer ordentlichen Yardstick-Auswertung, berechnet mit dem Taschenrechner auf dem Bankerl am Eingang zum Clubgelände.

Und die neun Segler gaben dem coachenden Schiedsgericht mehr als alles zurück; fuhren zwei wunderbare, am Anfang auch mal lustige, aber meistens nahezu erhebende Wettfahrten.
Lukas Weiß und Benedikt Greif im Schwertzugvogel starteten beide Male perfekt und legten zwei ungefährdete Start-Ziel-Siege hin – sie saßen natürlich auch im schnellsten Boot. Dahinter stets ein Laser, einmal war Benjamin Högner vorne, einmal Luca Wunderer.

Am schönsten aber die explosionsartigen Fortschritte zwischen erster und zweiter Wettfahrt. So gut wie jede Anweisung, die die Trainer während der ersten Runde mit zunehmend heiseren Stimmen über den See gerufen hatten, wurde in der zweiten Runde umgesetzt!
Kein Boot kreuzte mehr Sekunden vor dem Start siebzig Meter hinter der Linie auf und ab. Niemand hielt mehr beim Runden der Tonnen fünf Meter Respekt-Abstand. Im Gegenteil: Bei der allerletzten Runde halste der Teeny – live gecoacht von Klaus – so eng um die Leetonne herum, dass das Startschiff spontan in Applaus ausbrach; auch wenn bis heute nicht restlos geklärt ist, ob Tonnenrundung und Halse gleichzeitig wirklich geplant waren!

Zwischendurch eine kurze Irritation: Klaus und Bernd auf dem Motorboot sammeln Teeny-Vorschoterin Nora Högner ein und brausen mit ihr Richtung Hafen „Ist ihr schlecht – oder hat sie zu viel Sonne abgekriegt?“ Die simple Antwort: Nora muss mal! Der Papa greift helfend ein. Nicht einmal zehn Minuten später sitzt sie wieder im Teeny, Oliver Schmidts hat wieder eine Vorschoterin und kann dann wieder mit vollständiger Crew über die Ziellinie segeln.

Und das mit überraschendem Erfolg: Teeny und Zugvogel werden nach berechneter Zeit je einmal erster und einmal zweiter. Weil der Teeny aber in der zweiten Wettfahrt vorne liegt, bekommen die beiden Jüngsten im Feld den Jugendpokal: Oliver Schmidts und Nora Högner!

Zur Freude der Wettfahrtleitung liegen auch die anderen Boote minimal eng beieinander. Auf Platz drei und vier, ebenfalls punktgleich: Luca Wunderer und Benjamin Högner, je im Laser-Radial. Auf Platz fünf und sechs, wieder punktgleich: Matthias Feneberg im Laser-Radial und Ben Lämmermann und Konstantin Klöser im 420er.

Für Nora und Oliver gibt’s tatsächlich einen Pokal. Alle anderen bekommen, Dank vorausschauender Spende der Familien Klöser und Wunderer, ein Lebkuchenherz um den Hals gehängt. Entsprechend zufrieden blinzeln beim Abschlussfoto alle zusammen in die schrägstehende Sonne – am zufriedensten vielleicht sogar die vier Trainer.

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